Zum Muttertag

Wir WIRte widmen den Müttern an ihrem Tag besondere Angebote: Jede und jeder von uns hat sich etwas anderes ausgedacht, um den zweiten Sonntag im Mai zu einem entspannt genüßlichen Fest-Tag zu machen. Der ein oder andere hat sogar an Blumen gedacht  …

Zur Geschichte des Muttertags

Der Muttertag in seiner heutigen Form geht auf die Amerikanerin Anna Marie Jarvis zurück. Sie soll ihn am 12. Mai 1907 im Gedenken an ihre Mutter als »Memorial Mothers Day« zum ersten Mal veranstaltet haben. Im Jahr darauf soll sie, wieder am zweiten Mai-Sonntag, eine Andacht veranstaltet haben, die sie den Müttern der Welt widmete. Dabei ließ sie 500 weiße Nelken an die vor der Kirche versammelten Mütter verteilen. Die Aktion löste ein Riesenecho aus und sie beschloß, den Tag als »Muttertag« zu propagieren; sie schrieb Briefe an Politiker, Unternehmen, Kirchen und Frauenvereine und fand unerwartetes Gehör: schon zwei Jahre später wurde ihr »Mothers Day« bereits in 45 Bundesstaaten der USA gefeiert, am 8. Mai 1914 wurde er durch den US-Kongress sogar als offizieller Gedenktag auf den 2. Sonntag im Mai festgelegt …

… und schnell so kommerziell begangen, daß die arme Anna Marie es nicht nur zu bereuen begann, ihn ins Leben gerufen zu haben, sie wollte den von ihr initialisierten Feiertag sogar wieder abschaffen. Doch die Blumenläden in den USA hatten bereits derart großen Erfolg damit, daß es für sie und ihren »Tag der Mutter« kein Zurück mehr gab. Prompt wurde der »Muttertag« auch von den deutschen Blumenhändlern 1923 mit Plakaten wie »Ehret die Mutter« eingeführt. Der Nationalsozialismus erklärte ihn dann 1933, unmittelbar nach der Machtergreifung Hitlers, zum öffentlichen Feiertag als »Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter« und feierte später insbesondere kinderreiche Mütter als »Heldinnen des Volkes«, die den »arischen Nachwuchs« sicherten. Heute sind am zweiten Sonntag im Mai traditionell die Blumenläden geöffnet und man begeht ihn mehr oder weniger bewußt im Kreis der Familie, den Ehrentag unserer Mütter.